Sommerbesuch

Sommerbesuch
„Tief eim Toole, zweschr Barcha, leith mei schiene kleene Heemt“
Sommerbesuch

Naila Dresden Adlergebirge Sommerbesuch. Einer von vielen Sommerbesuchen, ist immer auch mit einer Handlung aus Respekt, Hochachtung vor den Vorfahren, den Eltern insbesondere und den Freunden der Eltern, den eigenen und auch der adlergebirgischen Lehrer verbunden. Und es ist ein sehr schöner Tag. Er bedeutet erkennen von Verlust und Trauer und bringt die schönsten Erinnerungen des Lebens hoch aus allen tief verborgenen Stunden und längst vergangenen Zeiten des Glücks, der Liebe und der Hoffnungen mit sich.

Grabpflege am Grab der Adlergebirgler in Naila Blumen gießen im Sommer

Es beginnt bereits an der Wassersttelle. Dem Ursprung des Lebens, das hier dazu dient den Grabschmuck am Leben zu erhalten um mit dieser Geste in ein Zwiegespräch zu kommen, und sich mit den nun zu besuchenden zu Unterhalten.

Das rauschen des Wassers aus dem Hahn un die Kannen aus Plastik, warum Plastik, die alten aus Blech mit Zink überzogen waren viel natürlicher und passender, schießt es einem durch den Kopf. Was doch alles anders wurde in den Jahren. Und schon ist die erste Wasserkanne voll. Der hahn wird zugedreht und man nimmt die Kanne und spürt das Gewicht in Hand und Arm, weniger im Kreuz oder den Beinen. Ist das Zufall oder will einem der Herrgott etwas sagen mit diesem Spüren des Wassers in Hand und Arm.

Übriggeblieben? Ist es das? Übriggeblieben aus einer Jugend die einst das Adlergebirge verlassen musste um hierher verschlagen zu werden und aus welchen Gründen auch immer hier eine neue Heimat gründete?

Der Gang zum Grab der Eltern ist schnell gemacht, zehn zwanzig Schritte und das Kreuz mit dem Namen der Eltern steht auftrecht vor mir und sagt mir hier ruht dein bisheriges Leben. Man vergisst im Sommer immer ein gebet zu sprechen. Das merkt man aber erst später. Die Blumen werden gegossen. Sie haben noch Wasser. Es war erst kurz vorher jemand am Grab. Man giest nachg und meint etwas gutes getan zu haben und sagt leise vor sich hin liebe Worte zu den unter der Erde liegenden Menschen. Auch wenn man glaubt, dass sie im Himmel sind und auch auf einen warten. Aber es ist das Fleisch des Menschen, das einen verbunden hat. Das Hände halten, Das gestreichelt werden. Die Küsse die man erhalten hat oder gegeben spürt man im Gesicht und auf den Händen und man meint die Hände von Vater und Mutter zu spüren in der eigenen. Warm, weich und liebevoll, dieses Spüren der Hände von Mutter ud Vater. Es ist wie gestern. Plötzlich ist man kleines Kind. Lacht und freut sich diese Eltern als seine Eltern erlebt zu haben.
War es nicht erst gestern, als ich mit dem Vater Hand in Hand im Baumarkt bestaunt wurde? Und dann, nach langen Minuten, bemerkt man, es war bereits vor 5 Jahren.
Und plötzlich bemerkt man, es ist nicht die liebevolle Hand des Vaters, es ist der warme Griff der Plastikkanne in der warmen Sonne, die das Plastik gewärmt hatte und die Wärme strahlte aus in den Griff der Kanne dier in der Hand lag.

Die nächste Kanne wird gefüllt am Wasser und es ist wie soeben, das Wasser rauscht wie der Goldbach oder die anderen Zuflüsse aus dem Adlergebirge, auch hinder dem Haus des Vaters und der Mutter im Gebirge. Der Hahn muss abgedreht werden.

Die zweite Kanne geht dann an die Gräber der Verwandten und der Freunde der Eltern.
Deren Blumen brauchen auch Wasser um schön zu blühen. Und das bekommen sie auch jedes Jahr, wie seit Jahr und Tag ihrer Beerdigung. Das ist eine schöne Pliccht und ein noch schönerer und wertvollerer Brauch. Dierer Brauch ist eine absolut pflichergriffene Arbeit, die einen mit Freude erfüllt und die alles wegwischt und zum Guten wendet.

Und dann zuletzt, das Grab des Lehrers aus Grulich, der einem mit Freundlichkeit und Nächstenliebe die Reife für das Leben mitgab. Und das alles in seiner aus dem Adlergebirge mitgebrachten stillen und menschenfreundlichen Art in der er uns die positive Lebensbejaung weitergegeben hat, die das Guite im Gebirge ausmachte. Aber er zeigte uns auch, dass es wenn es notwendig ist, Wahrheit mit allem zu verteidigen und das tat er beispielhaft auch uns allen zeigend manchmal, wenn nötig aufbrausend, in seinem heiligenen Zorn. So war es seine Art. Und die vierte Kanne Wasser ist geleert.

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