Vermächtniss eines Adlergebirglers

Vermächtniss eines Adlergebirglers
„Tief eim Toole, zweschr Barcha, leith mei schiene kleene Heemt“
Vermächtniss eines Adlergebirglers

 

Lichtenberg –  Bad Steben – Naila – Schwarzenbach am Wald – Dresden – Pollom –  Sedloňov / Sattel – Kraliky / Grulich – Adlergebirge – Wenn ein schwer kranker Adlergebirgler über sein Leben spricht, spricht er unweigerlich auch über den Tod. Immer auch über seinen Tod un die damit verbundenen Ängste und Wünsche. Wir wollen hier nur darüber erzählen, welche Erinnerung Herr Horst Anton Zeuner seiner Nachwelt hinterlassen wollte und wo.

Keiner wird das Abstreiten, der sich bereits einmal ernsthaft und ohne Hass und ohne Wut, sondern mit viel Verständnis und auch mit wahrem Anstand und dem richtigen  Einfühlungsvermögen oder mit viel Liebe und großem Respekt mit einem sterbenden Menschen unterhalten hat und diese vielleicht auch die letzten Tage betreut hat und sich ensthaft mit ihnen befasst hat. Das alles sollte geschehen und ist im Fall des Verstorbenen Herrn Horst Zeuner durch die Adlergbirgsjugend auch geschehen. In einem zweistündigen Gespräch, das sehr liebevoll und auch sehr einfühlend war. Sowohl von Seiten des Kranken und nach Heilung suchenden, wie auch von der Seite der Adlergebirgsjugend.

Ein Adlergebirgler erzählt von seinen Elternl
Jetzt will ich dir mal etwas sagen.

Herr Horst Anton Zeuner erzählte seine letzten Wünsche

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Gell des machste! Danke Harald.

Nach vielen Fragen und vielen eigenen Erzählungen von Herrn Horst Zeuner  über seine letzten Tage vor der Verschlechterung seiner Gesundheit hatte er auch sehr Vieles zu berichten, was nicht gerade sehr schön war. Er erzählte von der Abwendung ihm ansonsten wohlgesonnener Menschen. Er erzählte auch, von dem nicht als Mensch behandelt werden, wenn man sich nicht wehren kann, in den Krankenhäusern. Vom Sprechen des Krankenhauspersonals mit ihm, wie mit einem Kleinkind. Das alles trieb ihn zu einer völlig neuen Sicht der Dinge.

Daraufhin erzählte er plötzlich, das er für den Fall er „komme nicht mehr hoch“, würde also ein Pflegefall im Bett bleiben und versterben, er „zu seiner Schwester und seinem Schager auf den Friedhof kommen möchte.“ Wörtlich: „Traudl und Erwin haben mir immer geholfen. Ich habe gerne bei ihnen gearbeitet. Ich will bei ihnen auf dem Friedhof sein. Mit ihnen zusammen. Harald das musst du mir versprechen.“

Und so war dieses sein letzter Wunsch, der zu beachten und zu respektieren ist. Wer den letzten Wunsch eines Toten nicht achtet und nicht erfüllt, wird kein gutes Leben haben. Respekt gegenüber einem Sterbenden oder gegenüber einem Mann, der sein Ende erkennt oder seinen nahen Tod erahnt oder ihn voraussieht, sollte immer seinen letzten Wunsch erfüllen lassen. Dieses ist ein Gebot, das sowohl adlergebirgisch als auch röm.-kat., christlich und auch in anderen Religionen üblich ist. Er wollte eine Erdbestattung, keine Verbrennung und keine Seebestattung. Diese Möglichkeiten wurden von der Adlergebirgsjugend mit Würde abgefragt. Er verneinte jede andere Möglichkeit. Keine Beerdigung in Lichtenberg, seinem Wohnort wollte er haben.  „Nur zur Traudl“, waren seine Worte, „versteht du warum?“. Er wollte eine Beerdigung auf dem Friedhof in Naila, auf dem seine Schwester bereits ruht. Das trieb in stark um.

Auf die Frage, ob die Adlergebirgsjugend einen Findling aus dem Adlergebirge auf sein Grab legen sollte und darauf seinen Namen, entgegnete er: „Ja, und auch die von Anton meinem Vater und Frieda meiner Mutter“, da leuchtete das Gesicht von Horst Zeuner auf und er sagte mit Freede im Gesicht: „Ja, mach mir das, dass gefällt mir. Blos keinen schwarzen viereckigen Stein, das will ich nicht. Mach das so wie in der Arbeit in Kulmbach, verstehst du? Bring mir dann Einen.“

Damit was alles geregelt. Damit ist alles geregelt. Es muss nur noch erfüllt werden nach des Mannes Wunsch. Erkennbares Unheil komme sofort und immerwährend über jeden Menschen, der daran mitwirkt, den letzten Wunsch des kranken und nun verstorbenen Herrn Horst Zeuner, unseres Landsmannes zu missachten.

Es gibt Gespräche, die eben nur im vertrauten Verhältnis entstehen und die sich nur liebende Menschen erzählen und die auch nur von diesen weitergegeben werden können. Es sind Menschen verachtende und nationalsozialistische Personen, die den letzten Wunsch eines tatsächlich kranken Menschen, der sein Ende vor Augen hat und seinen letzten Wunsch einem Menschen anvertraut, der mehr als 40 Jahre mit dem Kranken zusammen lebte und zusammen arbeitete, nicht erfüllen.

Wir danken unserem Herrgott, dass wir diese Erlebnisse wirklich sehr oft erleben dürfen. Wir danken unserem Herrgott, das wir aber gerade daraus die große Kraft haben unseren Adlergebirglerinnen und Adlergebirglern oft als letztes ein Gespräch anbieten können, weil das Adlergebirglerinnen und Adlergebirgler wollen und dieses oft sehr wichtige Gespräch mit einer vertrauten Person förmlich suchen. Sehr oft sind die nächsten Verwandten nicht mit den Gedanken des Sterbenden vertraut. Oft wird die Sterbende oder der Sterbende auch von den allernächsten Verwandten abgelehnt und so öffnen sich die Menschen der Adlergebirgsjugend. Und wir sind dankbar für diese Stunden. Erfahen wir so vieles über die Herkunft, die Eltern und auch die engste Familie. Früher wurden diese Geschichten und Vermächtnisse schriftlich festgehalten und nach Waldkraiburg ins Archiv gesandt oder persönlich verbracht. Um das Leben und die Wünsche des Kranken, den Tod fühlenen Menschen zu würdigen und fest zu halten im Archiv und im Museum in Waldkraiburg. Alles mit der Zustimmung oder dem Wunsch des Erkrankten oder vom Tod bedrohten Menschen, gerade dadurch sein Lebenswerk zu erhalten und zu pflegen.

Näheres erfahren Sie vom ersten „Erster Jungobmann“ des Vereins „Verein der Adlergebirgler e. V.“, der Adlergebirgsjugend des Vereins „Verein der Adlergebirgler e.V.“, Außenstelle des Vereins „Verein der Adlergebirgler“ in Dresden, Büro Dresden, der Mitmachzentrale des Adlergebirgsverein in Dresden, Büro Dresden, Büro des Botschafter des Adlergebirge
0351 / 810 83 99

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