Mein Bärnwalde – Mein Heimatdorf

Heimatlied von Eduard Alliger aus Bärnwald

1.

Ich kenn ein schönes Dörfchen.

wohl an der Adlerstrand.

Es liegt wohl an der Grenze

Ist weit und breit bekannt.

Es liegt wohl an der Grenze

Ist weit und breit bekannt

2.

Dort gibt es eine Brücke

Wohl übern Adlerfluss

Und darauf in der Mitte

Johann von Nepomuk.

Und darauf in der Mitte

Johann von Nepomuk.

3.

Die Kirche tut´s dort geben,

die man gar wohl gewahrt.

Ja mit dem Altarenbilde

Mariens Himmelfahrt.

Ja mit dem Altarenbilde

Mariens Himmelfahrt.

4.

Auch eine schöne Schule

Hat man schon hier gebaut.

Der Lehrer auf dem Stuhle,

die Jugend lehrt und haut.

Der Lehrer auf dem Stuhle,

die Jugend lehrt und haut

5.

Zwei Säle tut´s dort geben,

zum frohen Tanzgenuss,

Wie hupfen da die Schönen,

wie hebt sich Herz und Fuß.

Wie hupfen da die Schönen,

wie hebt sich Herz und Fuß.

6.

Und bei des Walzers Tönen

Umschlungen Brust an Brust:

Oh Himmel welch ein Sehnen,

oh Götter, welche Lust.

Oh Himmel welch ein Sehnen,

oh Götter, welche Lust.

7.

Und tut dir etwas fehlen,

Dir es an was gebricht.

So kannst du es wohl kaufen

Beim Juden oder Christ.

So kannst du es wohl kaufen

Beim Juden oder Christ.

8.

Und hast du in der Ferne,

wohl einen guten Freund,

So geh zur Post und schreibe,

was dir am besten ist.

So geh zur Post und schreibe,

was dir am besten ist.

9.

Alles kannst du machen,

nur paschen darfst du nicht,

Finanzer tun dort wachen

Und schau´n das man was kriecht.

Finanzer tun dort wachen

Und schau´n das man was kriecht.

10.

Und wollt ihr es wohl wissen,

was ich damit wohl mein.

Das Dörfchen, wohl das schöne,

mein Bärnwald tut es sein.

Das Dörfchen, wohl das schöne,

mein Bärnwald tut es sein

Nahezu jede Adlergebirgsgemeinde hatte ein eigenes „Dorflied“ nicht allein das adlergebirgische „Nationallied“ Tief eim Toole leit ….“ Waren Ausdruck der Lebensfreude und der Angst vor dem Tode etc. Und dieses „Dorf- oder Hauslied“ wurde zu gegebenem Anlass bei Festen und Feiern gesungen. Mitunter, wie beim „Schnappelied“ hatten diese Wirtshäuser eigene Hauslieder, die oft den ganzen Stolz der Gemeinde oder des Hausbesitzers darstellten und öffentlich zeigten. Es war Werbung und Stolz zugleich. Verherrlicht und besungen wurde immer dieses kleinste Stück Heimat. Der kleinste gemeinsame Nenner der Gegend. Wie das „Schnappelied“, es zeigt, mit dem Lobgesang im Text auf das besondere Essen und das besondere Geschehen rund um die Schnappe wie Werbung früher vermittelt wurde. Das „Schnappelied“ des „Weinhaus zur Schnappe“ in Gießhübel, das die Kurgäste aus Reinerz, besser Bad Reinerz im Schlesischen liebend gerne sangen, wenn sie der Kur „entkamen“ und im „Böhmischen Gießhübel „dem strengen Kuren“ entkommen konnten und in der freien, nicht durch Kuranwendungen verbrauchten Zeit im Böhmischen ihren privaten, nicht extra ärztlich verordneten Anwendungen und privaten Vergnügungen nachgehen konnten, nämlich „Wein, Weib und Gesang“.

Das Weinhaus war früher und ist auch heute das letzte Haus auf dem Weg zur Grenke ins Schlesische, heute Slaska in Polen.

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